Gerade noch rechtzeitig bevor der Corona-Virus auch unsere Aktivitäten Im Bunker zum Erliegen brachte, hatten wir am 14.03.2020 einen außergewöhnlichen Besuch auf unserer Baustelle:

Die Zeitzeugin, Frau Günther aus Erlangen besuchte uns auf der Baustelle. Frau Günther war selbst Opfer des 2. Weltkriegs und lebte als kleines Mädchen einige Monate als Kriegsvertriebene mit Ihrer Familie im Bunker.

Sie berichtete uns aus dieser Zeit über den Aufenthalt im Bunker, über das Zusammenleben mit all den anderen Menschen im Bunker und wie schön es war, wenn wieder jemand aus dem Bunker auszog, weil diese Familie ein neues Zuhause gefunden hatte. Dadurch war für die Verbliebenen vorübergehend mehr Platz zum Leben. Sie berichtete davon, wie sie als Kind mit anderen Kindern trotzdem im Bunker spielend Spaß haben konnten oder wie sie auf den nahegelegenen Sportplatz zum Toben gingen. Das kann ja nur unser alter Ronhof gewesen sein.
Sie erinnerte sich auch an die Soldaten der alliierten Streitkräfte, von denen die Kinder ab und an Schokolade bekamen.

“Es war sicher eine schwere Zeit”, sagte Frau Günther, “aber auch diese Zeit hat die Menschen geprägt und belegt, dass man auch mit geringen Mitteln zufrieden sein kann”.Frau Günther war dankbar, dass sie den Bunker, der Teil ihres Lebens ist, nochmal besichtigen konnte.

Es war auch für uns ein besonderer Besuch und bestätigt uns darin, die Erinnerung an diese Zeit durch unser Museum im Erdgeschoss aufrecht zu erhalten und gleichzeitig mit unserem Vereinsheim dem gesamten Gebäude neues Leben einzuhauchen.

Wir wünschen Frau Günther, die einen sehr rüstigen und lebensfrohen Eindruck machte, noch ganz viele Jahre bei bester Gesundheit und weiterhin viel Spaß mit Ihrem Fotoclub. Vielen Dank noch für das uns zur Verfügung gestellte Originalfoto aus dem Jahr 1949.

Originalaufnahme des Bunkers aus dem Jahr 1949

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